Wissenschaftlich fundierte Tests zur Einschätzung Ihrer Stärken, Schwächen und Potenziale

Umsetzungskompetenzen

Umsetzungskompetenzen Umsetzungsstärke VolitionUmsetzungskompetenzen (Volition) bewirken eine effiziente Umsetzung von Zielen in Resultate

An diesem Test haben bis September 2016 insgesamt 15.925 Fach- und Führungskräfte teilgenommen. Die Auswertung dieser empirischen Basis hat die Bedeutung der Umsetzungskompetenz (Volition) als Schlüsselkompetenz bestätigt. Es handelt sich um die Fähigkeit, Motive und Ziele in (messbare) Resultate umzusetzen. Bei fehlender Umsetzungsstärke spricht der Volksmund von Wissensriesen, die zugleich Umsetzungszwerge sind.

Vorschlag: Führen Sie zuerst den Test durch, und informieren Sie sich anschließend über den wissenschaftlichen und praktischen Hintergrund.

>> Umsetzungskompetenz/Volition (Kurzform) – Link zum Test

Zum wissenschaftlichen Hintergrund und den zahlreichen Publikationen zur Umsetzungskompetenz (Volition) klicken Sie bitte auf „Publikationen“ auf  der Homepage unseres Instituts oder auf den Seiten des Forschungsprojektes zur Volition.

Kerngedanke der Umsetzungskompetenz: Was nutzen exzellente Fähigkeiten, profunde Fachkenntnisse und ehrgeizige Ziele, wenn sie in der Praxis nicht in Resultate umgesetzt werden? Eine Lösung liefert das Konzept der Umsetzungskompetenzen (Fachbegriff Volition oder Willenskraft). Unsere Studie zu diesem Thema hat ergeben, dass es nicht visionäre oder charismatische Eigenschaften sind, die außergewöhnlich erfolgreiche Unternehmer und Manager auszeichnen, sondern die Fähigkeit, Ziele und Motive in Resultate umzusetzen.

Deswegen erzielen sie auch mit bescheidenen Mitteln, häufig unter ungünstigen Umständen, überzeugende Ergebnisse. Diese Umsetzungsstärke (Volition) besteht aus fünf erlernbaren Kompetenzen, die wir in einer empirischen Studie mit der oben genannten Stichprobe validiert haben. Herausragende Leistungen sind nicht primär die Folge einer außergewöhnlichen Anstrengung, sondern das Ergebnis einer intelligenten Entwicklung dieser Fähigkeiten. Es handelt sich um folgende Kompetenzen, die im Test durch jeweils acht Verhaltensgrundsätze operationalisiert (also „messbar“ gemacht) wurden.

  • Fokussierung auf das Wesentliche (statt verzetteln)
  • Mobilisierung emotionaler Energie (statt emotionaler Stress)
  • Vorausschauend planen und handeln (statt „Niagara-Syndrom“)
  • Vertrauen auf eigene Stärken und Kreativität (statt Angst und Überlastung)
  • Selbstdisziplin durch tieferen Sinn (statt Zwang).

Gütekriterien des Gießener Inventars der Umsetzungskompetenz

Reliabilität (Zuverlässigkeit)

Die interne Konsistenz der Unterskalen variiert zwischen α = .76 (Vorausschauende Planung und Problemlösung) und α = .79 (Selbstvertrauen und Durchsetzungsstärke). Die Gesamtskala (40 Items) weist einen Wert für Cronbachs α von .941 auf. Die Split-Half-Methode ergab einen Cronbachs α-Wert von 0.888 für die erste Hälfte der Items und 0,892 für die zweite Hälfte, sowie einen Spearman-Brown-Koeffizienten von .929. Die Trennschärfenanalyse ergab, dass 18 Items einen Wert von mehr als .5 aufweisen (bezogen auf die jeweilige Sub-Skala); 20 Items erreichten Werte zwischen 0.31 und 0.50 und zwei Items jeweils 0.28. Diese kann man wegen der großen Anzahl von 8 Items pro Skala weglassen.

Validität (Testgültigkeit)

Die Inhaltsvalidität wurde durch mehrere Vorstudien gewährleistet. Dazu gehören 34 Tiefeninterviews mit Geschäftsführern mittelständischer Weltmarktführer (Hidden Champions) sowie eine Expertenbefragung mit 153 Entscheidern aus dem Management (Geschäftsführer, Personal- und Vertriebsleiter). Als Außenkriterium zur Überprüfung der Validität wurde die Korrelation mit dem Erfolgsindex (Persönlichkeitsmerkmale überdurchschnittlich erfolgreicher Unternehmer nach Csíkszentmihályi) und mit der Einkommensentwicklung ermittelt.* Diese erreichte einen Wert von .784 im Falle der Persönlichkeitsmerkmale und 0.441 im Falle der Einkommensentwicklung. Zusätzliche konfirmatorische und explorative Faktoranalysen zur Messung der Konstruktvalidität bestätigten einen guten Modell-Fit der Theorie. Items wiesen eine Faktorladung von mindestens .88 auf ihre jeweiligen Sub-Skalen auf.

Normen

Die Normierungsstichprobe umfasst insgesamt n = 13.302 Personen aus verschiedenen Bereichen wie Management (nach Führungserfahrung), Naturwissenschaft und Technik, Unternehmensgröße, Beschäftigungsverhältnis in verschiedenen Altersgruppen und beiderlei Geschlechts. Dieser Stichprobenumfang erlaubt es, verschiedene zielgruppenspezifische Normwerte zu ermitteln.

Weitere Einzelheiten und Fachliteratur

* Pelz, W.: Umsetzungskompetenz als Schlüsselkompetenz für Führungspersönlichkeiten. In: Au, Corinna von (Hrsg.): Leadership und angewandte Psychologie. Band 3: Eigenschaften und Kompetenzen von Führungspersönlichkeiten. Berlin: Springer Verlag 2016