Resilienz: Definition, Test (Diagnose) und wirksame Stärkung

Resilienz ist eine menschliche Stärke, die uns einerseits vor belastendem Stress und Depression schützt und andererseits Energie, Tatkraft und Lebensfreude liefert. Stärken Sie Ihre persönliche Widerstandskraft mit Methoden, die sich bei einer Befragung von rund 3.000 Fach- und Führungskräften als besonders wirksam erwiesen haben!

Resilienz und Stress: Tipps, wie Sie diese Seite optimal nutzen

Beginnen Sie möglichst unvoreingenommen mit dem Resilienz-Test und der Diagnose Ihrer persönlichen Stress-Ursachen, bevor Sie weiter lesen. Beachten Sie auch die Gütekriterien, die über die Praxisrelevanz dieser Tests informieren!

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Wie resilient sind Sie im Vergleich zu rund 3.000 anderen Menschen, die diesen Test bereits absolviert haben? 

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Wenn Sie Ihre Resilienz stärken wollen, müssen Sie Ihre Stress-Ursachen kennen!

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Tipp für eilige Leser: "Resilienz stärken und Selbstwirksamkeit fördern" (Präsentation als pdf download) 

> Gütekriterien des neuen Resilienz-Tests (Gießener Inventar der Resilienz)

Gütekriterien geben Auskunft über die Qualität (Nützlichekeit ind Praxisbezug) diesr Tests

Resilienz: Definition und Bedeutung (beruflich und privat)

Definition: Was ist Resilienz? 

Resilienz ist die Fähigkeit, emotionale und mentale (gedankliche) Belastungen (Stress) zu überwinden, ohne dass anhaltende psychische Störungen oder Stress-Erkrankungen (zum Beispiel Depression) nach ICD-10  entstehen. Synonyme in der Alltagssprache sind: Elastizität, Widerstandsfähigkeit, Robustheit, Zähigkeit oder "Stehaufmännchen-Effekt". Nach Kalisch bedeutet Resilienz: "psychisch gesund bleiben trotz belastendem Stress." 

Was ist das Gegenteil von Resilienz?

Das Gegenteil von Resilienz nennt man Vulnerabilität (Empfindlichkeit, Verletzlichkeit, Sensibilität, Reizbarkeit oder Anfälligkeit für wahrgenommene Probleme). Dazu gehören Im Berufsleben die so genannten Stressoren (siehe Abschnitt "Beispiele für belastenden Stress").

Bedeutung der Resilienz im Beruf

Shawn Achor (Harvard University) konnte nachweisen, dass eine positive Stimmung nicht nur die Erholung beschleunigt, sondern auch die Leistungsfähigkeit steigert (die Produktivität des Gehirns wächst um 31 Prozent). Nach seiner Studie haben zum Beispiel Verkäufer den Umsatz um 37 Prozent gesteigert, und Ärzte konnten ihre Diagnosen um 19 Prozent schneller und präziser erstellen.

Eine Studie der Lufthansa, bei der rund 2.000 Piloten befragt und und 3.000 Unfälle und Beinahe-Unfälle untersucht wurden, kam zu dem Ergebnis, dass 70 bis 80 Prozent dieser Probleme durch eine optimale Cockpitatmosphäre - beziehungsweise Arbeitsklima - hätten vermieden werden können. 

In anderen Unternehmen ist das genauso: Empirische Studien zeigen, dass Unternehmen mit einer überdurchschnittlichen Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit um den Faktor 3 bis 4 rentabler und wachstumsstärker sind als Firmen mit frustrierten oder depressiven Mitarbeitern. Typische Folge sind zu hohe Personalkosten.  

Bedeutung der Resilienz im Privatleben

Die Bedeutung der Resilienz erkennt man an ihrer positiven Wirkung im Privatleben. Dazu ein paar Beispiele: Resilienz fördert die Lebenszufriedenheit und positive Emotionen wie zum Beispiel Begeisterung, Entschlossenheit, Zuversicht, Energie und Lebensfreude. Gleichzeitig reduziert Resilienz negative Emotionen wie zum Beispiel Gereiztheit, Feindseligkeit, Lustlosigkeit, Gleichgültigkeit, Frustration und körperliche Stress-Symptome, die die Lebenszufriedenheit beeinträchtigen. 

Die positiven Gefühle haben auch Einfluss auf den Beruf, was wiederum den beruflichen Erfolg fördert. Es ist ein spiralförmiger Prozess: Zufriedenheit im Privatleben beflügelt die berufliche Zufriedenheit und diese wirkt wieder auf den privaten Alltag zurück. So kommt die so genannte "Work-Life-Balance" zustande.

Die nachfolgende Grafik soll die Bedeutung und die Vorteile der Resilienz (Widerstandskraft) zusammenfassend veranschaulichen: 

Abbildung 1: Bedeutung der Resilienz im Beruf und Privatleben

Fazit: Resilienz hat eine dreifache Bedeutung (Nutzen)

Resiliente Menschen sind tüchtig, geschickt, aufmerksam, selbstvertrauend, neugierig und voll bei der Sache (Asendorpf/Neyer). Das wirkt sich positiv sowohl im Beruf als auch im Privatleben positiv aus. Deshalb sind resiliente Menschen - ob Mitarbeiter oder Führungskräfte - in Unternehmen höchst willkommen; sie verbessern das Arbeitsklima und damit ihren Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens (Produktivität). 

Umso erstaunlicher ist es, so Gerhard Roth, dass Persönlichkeitsmerkmale wie zum Beispiel Resilienz in der Personalauswahl bislang so wenig Beachtung finden. Allerdings sind im Falle der Resilienz noch die Kompetenzen zu berücksichtigen, wie noch zu zeigen sein wird. 

Test (Diagnose) Ihrer Stress-Ursachen

Warum muss man die Stress-Ursachen kennen?

Tipp: ermitteln Sie Ihre persönlichen Stress-Ursachen, bevor Sie weiterlesen: 

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Ein Resilienz-Training oder Coaching zur Stärkung der Widerstandskraft ist nur dann sinnvoll und wirksam, wenn man die persönlichen Stress-Ursachen kennt. Außerdem muss ein seriöses Resilienz-Training zwischen beruflichen (organisatorischen) und psychopathologischen oder physischen Stress-Ursachen unterscheiden. 

Beispiele für belastenden Stress (Ursachen)

Hier ein paar Beispiele für belastende Situationen (Stress-Quellen) im Berufsalltag (nach dem validierten Trierer Stress-Inventar): 

  • Arbeitsüberlastung durch Zeitmangel, Komplexität, Schwierigkeitsgrad und Anforderungen an die Fehlerfreiheit ("man darf sich keine Fehler leisten")
  • Soziale Überlastung durch hohe Verantwortung und Verpflichtungen gegenüber anderen, meist hilfsbedürftigen Menschen
  • Unzufriedenheit durch Aufgaben, die keine Freude bereiten, den persönlichen Werten und inneren Überzeugungen widersprechen oder keinen erkennbaren Sinn haben
  • Anhaltende offene und unterschwellige Konflikte und Streitigkeiten mit Kollegen, Vorgesetzten, Mitarbeitern oder Institutionen
  • Mangel an sozialen Kontakten, die durch Vertrauen, Aufrichtigkeit, Respekt und Wertschätzung geprägt sind (zu viele oberflächliche Kontakte und Aktivitäten wie zum Beispiel in sozialen Netzwerken)
  • Soziale Isolation und Ablehnung oder Missachtung
  • Sorgen und Ängste bei Fragen nach der Zukunft (berufliche und außerberufliche Perspektiven und Existenzängste).

Menschen reagieren sehr unterschiedlich auf derartige Stressoren: Was der eine als schwerwiegendes, belastendes Problem empfindet, ist für den anderen eine eher „sportliche“ Herausforderung. Die Stärkung der Resilienz muss auf die Person und ihre Situation abgestimmt sein. Nur so ist es möglich, die persönliche Widerstandskraft zu stärken. 

Fazit: Resilienz muss gezielt konkrete Stress-Ursachen "bekämpfen"

Die Diagnose der Stress-Ursachen ist entscheidend für den Erfolg (die Wirksamkeit) des Resilienztrainings. Diese Ursachen sind häufig unklar. Es kommt oft vor, dass eine Person über Arbeitsüberlastung klagt, in Wirklichkeit liegt die Stress-Ursache bei der sozialen Überlastung oder der Unzufriedenheit mit der Arbeit. 

Das bedeutet, dass die Resilienzfaktoren immer im Zusammenhang mit den Stress-Ursachen zu sehen sind, wenn ein Training erfolgreich sein soll (siehe dazu die Abbildung 4 am Ende dieser Seite). 

Die acht Resilienzfaktoren in der Praxis

Was sind Resilienzfaktoren?

Beim Thema Resilienzfaktoren herrscht eine babylonische Sprachverwirrung mit viel Spekulation. Es ist die Rede von „Charaktereigenschaften“, „Schutzfaktoren“, „Säulen“, "Wirkfaktoren" sowie „echten“ oder „unechten“ Resilienzfaktoren; manche davon sind angeblich „maßgeblich“ und andere „unwichtig“. 

Meistens ist unklar, woher diese "Faktoren" stammen, und ob sie in der Realität überhaupt existieren. Sind sie frei erfunden, aus anderen Quellen "abgeschrieben" und so formuliert, dass sie plausibel klingen, in Wirklichkeit aber Binsenweisheiten sind (siehe Kapitel "Resilienztraining")?

Wegen dieser Verwirrung hat das Institut für Management-Innovation unter der Leitung von Professor Pelz eine empirische Studie durchgeführt, bei der rund 3.000 Fach- und Führungskräfte befragt wurden (siehe Angaben zu den Gütekriterien). Hinzu kam die Auswertung der aktuellen wissenschaftlichen (!) Fachliteratur (siehe Literaturverzeichnis).

Dieses Forschungsprojekt konnte anhand der befragten Fach- und Führungskräfte mithilfe einer konfirmatorischen Faktorenanalyse acht Resilienzfaktoren empirisch nachweisen (siehe Abbildung 3). Vier dieser Faktoren sind Persönlichkeitsmerkmale, und vier sind Kompetenzen (Fähigkeiten). 

Diese acht Resilienzfaktoren stärken zum einen die Widerstandskraft gegen belastenden Stress (fördern die Stressresistenz) und liefern zum anderen mehr Energie und Lebensfreude im Beruf und Privatleben. 

Angeborene und erlernte Resilienzfaktoren

Die Unterscheidung zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und Kompetenzen ist besonders wichtig, weil die Persönlichkeit eines Menschen weitgehend genetisch geprägt und somit kaum änderbar ist. Dagegen lassen sich Kompetenzen relativ einfach erlernen. Das bedeutet, dass es weitgehend sinnlos ist, ein Resilienz-Training durchzuführen, wenn es um die Veränderung von Charaktereigenschaften geht.

Das hat für die Praxis erhebliche Konsequenzen: Menschen mit niedrig ausgeprägten Resilienzfaktoren, die in der Persönlichkeit begründet sind, sollten keine Berufe und Aufgaben übernehmen, bei denen eine besonders hohe Stressbelastung gegeben ist (zum Beispiel in Pflegeberufen oder im Top Management). Dabei muss man auch die Stress-Ursachen berücksichtigen, wie man sie mit dem oben Test der Stress-Ursachen diagnostizieren kann.

Die Resilienzfaktoren als Ergebnis der Faktorenanalyse

Woher kommen die Resilienzfaktoren?

Die Faktorenanalyse ist ein statistisches Verfahren, das empirische Daten – in unserem Falle die Ergebnisse der Befragung von rund 3.000 Fach- und Führungskräften – so verdichtet, dass daraus sinnvolle (also nicht willkürliche oder spekulative) Dimensionen entstehen. 

Eine solche Dimension (in unserem Falle ein Resilienzfaktor) besteht aus mehreren Items, die das tatsächliche Verhalten in der Praxis beschreiben. Wie das funktioniert, und welche Fehler dabei entstehen können, beschreibt die Seite „Gütekriterien: Qualität von Fragebögen“.

Resilienzfaktoren der Persönlichkeit (relativ stabile Charaktereigenschaften)

  • Optimismus: Das ist die tiefe Überzeugung, dass die Zukunft mehr Chancen und Möglichkeiten bietet als die Vergangenheit (begründete Hoffnung auf Erfolg)
  • Intelligenz: Cleverness, auch praktische Intelligenz genannt. Es ist Geschick zu wissen, welches Verhalten in welcher Situation angemessen ist, und wie man sich im Leben zurechtfindet. 
  • Vertrauen: Respekt und Wertschätzung, die man sich durch verlässliche und hilfreiche zwischenmenschliche Beziehungen erarbeitet (!) hat
  • Innere Stärke: Diese stammt aus tief verwurzelten religiösen oder ethischen Werten, die auch einen sinnvollen Platz in der Gemeinschaft definieren.

Resilienzfaktoren als Kompetenzen (einfacher erlernbare Fähigkeiten)

  • Zielorientierung: Klare Ziele schützen davor, sich zu verzetteln und Energie „unnötig“ zu verschwenden; außerdem sind Ziele Voraussetzung für Erfolgserlebnisse 
  • Stimmungsmanagement: Es ist die Fähigkeit, sich selbst und Andere in eine positive Stimmung zu versetzen – Beispiel Teamgeist schaffen
  • Selbstwirksamkeit: Selbstwirksamkeit ist das Vertrauen auf die eigenen Stärken, Erfahrungen und Fähigkeiten. Diese müssen allerdings systematisch entwickelt werden, damit sie Erfolgserlebnisse ermöglichen
  • Selbstdisziplin: Es ist keine Disziplin durch selbst auferlegten Zwang oder einen Zwang der Umstände. Sie stammt vielmehr aus der Erfahrung, dass die Arbeit einen tieferen Sinn als „nur“ Geld, Macht, Ansehen oder Lob und Anerkennung hat. Dazu gehört auch ein Berufs-Ethos.

Fazit: Resilienzfaktoren beschreiben das Verhalten in der Praxis 

Jeder dieser acht Resilienzfaktoren ist durch fünf spezifische Verhaltensbeschreibungen (Items) operationalisiert. Die Trennschärfe der Items und der Faktoren ist gegeben (siehe Kapitel Gütekriterien). Damit liegt eine empirisch gesicherte, praxisrelevante (valide) Grundlage für die Diagnose und Interventionen (wirksame Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz) gegeben. 

Resilienztraining: Wie Sie Ihre Resilienz wirksam stärken

Start mit Diagnose

Seriöse Methoden der Stressbewältigung beginnen mit einer validen Diagnose beziehungsweise einem Test. Grundlage dafür ist ein Fragebogen mit konkreten, im Alltag beobachtbaren Verhaltensweisen zur "Messung" von Stressoren oder Resilienzfaktoren. 

Diese Verhaltensbeschreibungen (Fachbegriff Items) müssen mit einer geeigneten Stichprobe auf Praxisrelevanz, Wirksamkeit und Widerspruchsfreiheit (Konsistenz) empirisch überprüft werden. Diesen Prozess nennt man Validierung.

Verhalten im Alltag 

Die Verhaltensbeschreibungen (Items) werden zu Gruppen zusammengefasst (Fachbegriff Faktorenanalyse). Auf diese Weise entstehen so genannte Resilienz-Faktoren (sie sind also kein Produkt spekulativer Phantasien, sondern empirisch ermittelt).

Zu jedem dieser Faktoren ermittelt man ein Stärken-Schwächen-Profil (als Diagnose). Erst auf dieser Grundlage ist es möglich, geeignete (wirksame) Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz zu erarbeiten (Fachbegriff Interventionen).

Die Wirksamkeit (Nutzen) eines Resilienztrainings nachweisen

Für ein Resilientraining oder Coaching gilt der gleiche Grundsatz wie in der Medizin: Ohne valide Diagnose ist eine seriöse (wirksame) Therapie nicht möglich. Darauf kommen wir im Abschnitt „Anforderungen an einen seriösen Resilienz-Test" noch zu sprechen. 

Die nachfolgende Grafik soll den Prozess zur Stärkung der Resilienz (Diagnose – Intervention – Diagnose) zusammenfassend veranschaulichen.

Resilienz wirksam stärken und trainieren

Abbildung 2: Resilienz wirksam stärken: valide Diagnose und Intervention

Resilienztraining: Inhalt und Ablauf

Das Resilienztraining wurde aus den Erkenntnissen unserer empirischen Studie, der praxisorientierten Fachliteratur (Best Practice) und aus unseren langjährigen Erfahrungen im Bereich Coaching und Training entwickelt (siehe unsere Referenzen und die Seite Management-Coaching). Der Ablauf lässt sich wie folgt skizzieren:

  • Wir beginnen das Risilienztraining mit einer (validen) Diagnose der wichtigsten Stressursachen. Je nachdem, ob es sich zum Beispiel um eine Arbeitsüberlastung, eine Soziale Überlastung oder um Sorgen und Ängste handelt, sind andere Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz notwendig.
  • In Fällen, in denen der Stress in der Persönlichkeit begründet ist, ist eine Veränderung des Umfeldes sinnvoller (wirksamer) als ein Training oder Coaching. Gegebenenfalls wird einer unserer Ärzte eingebunden.
  • Es ist nicht sinnvoll alle, oder irgendwelche Resilienzfaktoren zu trainieren. Vielmehr kommt es darauf an, ein individuelles Stärken-Schwächen-Profil zu erarbeiten.
  • Dieses Profil zeigt, an welchen Stärken und Schwächen konkret gearbeitet werden sollte, um die Resilienz zu stärken. 
  • Ein weiteres Ziel des Trainings ist es, negativen (belastenden) in positiven Stress umzuwandeln; dieser liefert Lebensfreude, Tatkraft und Energie.  
  • Darauf folgt ein Persönlicher Entwicklungsplan mit konkreten Maßnahmen und anschließender Erfolgskontrolle.

Wenn Sie ein Resilienztraining machen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. In einem ersten unverbindlichen Beratungsgespräch beantworten wir Ihre Fragen, und klären, was das Beste für Sie ist.

Dieses Gespräch wird besonders effektiv sein, wenn Sie uns zuvor die Ergebnisse der beiden Tests (vorläufige Diagnose) zusenden (Ihre persönlichen Daten wie Namen, E-Mail etc. werden nicht abgefragt). 

Die Test-Ergebnisse zeigen Ihre Stress-Ursachen und das Stärken-Schwächen-Profil Ihrer Resilienzfaktoren im Vergleich zu einigen Tausend Teilnehmern, die diese Tests bereits durchgeführt haben. 

Ein Resilienztraining sollte, wie bereits erwähnt, nicht nur die Widerstandskraft gegen belastenden Stress (Resilienz) stärken, sondern positive Energie mobilisieren. Es geht darum, neue Kräfte für den Alltag zu gewinnen. Es kommt darauf an, ein Gleichgewicht zwischen Energie zehrenden und Energie gewinnenden Aktionen herzustellen. Im Idealfall gewinnen Sie mehr Lebensfreude als Sie durch belastenden Stress einbüßen. Empfehlungen dazu finden Sie auf der Seite: Energie tanken: Wie Sie neue Kräfte im Alltag mobilisieren.

Grenzen und Gefahren eines Resilienztrainings

Resilienztraining

Zur Diagnose der Resilienz (Stärken und Schwächen) und der Stressbelastung sollte auf jeden Fall ein Facharzt (Psychiater) konsultiert werden. Die Diagnose muss zwischen organischen, psychischen und beruflichen Ursachen unterscheiden (siehe die Beispiele für beruflich bedingte Belastungen oben). 

Nur Psychiater (oder ähnlich qualifizierte Experten) können beurteilen, inwiefern Gefahren für die körperliche oder mentale Gesundheit existieren (Erkrankungen), oder ob organische Ursachen vorliegen. 

Verantwortung und Einbindung der Geschäftsführung 

Die Geschäftsführung sollte sich aus ethischen und pragmatischen Gründen nur um beruflich bedingten Stress "kümmern". Sie trägt die Verantwortung für die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft ihrer Mitarbeiter - und nicht etwa für psychische oder organische Störungen und Erkrankungen.

Die Themen Stress und Resilienz gehören auch nicht in die Hände von Laien, Hobby-Therapeuten oder Esoterikern ("Seelenpfuscherei"). Die damit verbundenen Risiken und Probleme in manchen Unternehmen soll diese Grafik zusammenfassend veranschaulichen: Management-Esoterik (Link). Siehe auch den Beitrag zum Thema "Systemisches Coaching".

Im beruflichen Alltag sollte das Management auf Belastungen achten, die durch Organisation, Führung, Arbeitsplatzgestaltung, Prozessoptimierung oder die Unternehmenskultur entstehen. Diese kann das Management beeinflussen. 

Dazu gehört auch die Zuordnung von Aufgaben zu mehr oder weniger resilienten Mitarbeitern (Organisation). Es gehört nicht - das sei nochmals betont - in die Verantwortung des Managements, sich mit psychischen oder organischen Störungen zu beschäftigen.

Entwicklung und Anwendung des Gießener Inventars der Resilienz (GIR)

Resilienz-Tesst: Anforderungen an eine valide Diagnose

Als Quintessenz der Resilienzforschung kann man feststellen: Ein seriöser Resilienz-Test muss Dimensionen (Resilienzfaktoren) enthalten, für die es einen empirischen Nachweis gibt, dass sie die Resilienz tatsächlich messen (erfassen). Mit anderen Worten; er muss valide und reliabel sein. Ansonsten haben die Aussagen die Qualität eines Horoskops: plausibel, aber wertlos. Man nennt dieses Phänomen auch den Barnum-Effekt.

Siehe dazu auch den Vortrag von Uwe Kaning zum Barnum-Effekt!

Ein zentrales Anliegen der Resilienzforschung ist es, bei einem Resilienzträning wirkungslose Tipps und Empfehlungen zu vermeiden. Beispiele für solche Empfehlungen sind (aus einem "Spiegel-Bestseller"):

  • Sich frühere Stärken bewusst machen; Angst akzeptieren, Krisen genauer wahrnehmen; Phasen im Veränderungsprozess auskosten
  • Darauf vertrauen, dass es Licht am Ende des Tunnels gibt; mit Emotionen die eigene Haltung steuern; die eigene Gefühlsvielfalt wahrnehmen 
  • Mit kleinen Aktionen die gewünschten Emotionen bei anderen verstärken; mit ihnen in einer Kneipe sitzen
  • Sich auf eigene Stärken besinnen; mit Optimismus Einstellungen verändern;
  • Den gesamten Körper durchscannen und feststellen, dass positive Emotionen mit einer Weitung und Öffnung verbunden sind
  • Bauen Sie vom Land des Lächelns eine Brücke mit mehreren Stützpfeilern, um die Insel der Tränen verlassen zu können!

Viktor Lau prägte für solche Tipps den Begriff „obskure Management-Esoterik“ und Fredmund Malik bezeichnet dies als „konfuse Minestrone“ aus Halbwahrheiten, Leerformeln und Aberglaube.

Zur Vertiefung empfehlen wir die folgenden Studien und die dort genannte Fachliteratur Systemisches Coaching, Reiss-Profile oder DISG-Test).

Wirksame Maßnahmen (Interventionen) für ein Resilienztraining 

Ein validierter Resilienz-Test ist die Grundlage für ein sinnvolles Resilienztraining. Darauf baut ein auf die Situation der Person abgestimmtes Interventionsprogramm auf. Ein Beispiel ist das Programm der Pennsylvania State University, das iberzeugende Gütekriterien nachweisen konnte. Es trägt den Namen „PENN RESILIENCE PROGRAM“.

Auf unsere Kultur anwendbar

Häufig Theorien und Methoden aus den USA übernommen, ohne (empirisch) zu prüfen, ob sie auf unsere Kultur übertragbar sind. Dafür hat Viktor Lau den Begriff "Angloamerikanischer Beraterklamauk" geprägt. Im Falle der Resilienz existiert ein solches Programm (wie das der PENN STATE UNIVERSITY) leider nicht, obwohl es dringend notwendig ist. Als Lösung wurde das Gießener Inventar der Resilienz entwickelt. Es beruht auf ähnlichen Resilienzfaktoren (Skalen) wie die Connor-Davidson-Resilience Scale und dem Penn Resilience Program. Die dazu verwendete wissenschaftliche Fachliteratur finden Sie im  Literaturverzeichnis .

 Der Kern besteht aus den am besten passenden Skalen und Items der rund 70 Kompetenzen und Persönlichkeitsmerkmale, die sehr gute Gütekriterien aufweisen (siehe dazu die Seite "Valide Diagnostik von Management- und Führungskompetenzen". Hinzu kommen neue Erkenntnisse aus der wissenschaftlichen Fachliteratur.

Warum ein neuer Resilienz-Test notwendig war (Stand der Forschung)

Best Practice Resilienz

In dem Forschungsprojekt zur Resilienz (am Institut für Management-Innovation / Prof. Pelz) wurden die am häufigsten verwendeten Test-Verfahren zur Diagnose der Resilienz kritisch überprüft. Diese Analyse ergab folgende Probleme: 

  • die meisten Tests wurden für den klinischen und psychiatrischen Bereich als  Basis für Heilbehandlungen entwickelt (und validiert); sie sind in der unternehmerischen Praxis nicht anwendbar;  
  • sie beziehen sich nicht auf Stress-Ursachen, wie sie im beruflichen Alltag von Fach- und Führungskräften typisch sind (siehe dazu die oben genannten Stressfaktoren nach dem Trierer Inventar):  
  • sie stammen aus der angloamerikanischen Welt und sind auf unsere Kultur kaum übertragbar;  
  • die Vorschläge zur Stärkung der Resilienz (Interventionen) sind auf dem Niveau esoterisch anmutender Gemeinplätze (zum Beispiel Jutta Heller: man sollte "sich weder selbst überschätzen noch sein Licht unter den Scheffel stellen").

Aus diesen Gründen war die Entwicklung und Validierung eines neuen Testverfahrens notwendig. Demnach besteht die Resilienz zum einen aus (schwer veränderbaren) Persönlichkeitsmerkmalen (Charaktereigenschaften) und zum anderen aus (einfacher erlernbaren) Kompetenzen (zielführenden Fähigkeiten). 

Anwendung in der Praxis

Will man das Konzept der Resilienz seriös anwendenist es notwendig, die Stärken und Schwächen (der Persönlichkeit und Kompetenzen) in Bezug zu den wichtigsten Stress-Ursachen der jeweiligen Stelle (oder beruflichen Aufgabe) zu setzen. Dies ist eine alltägliche Managementaufgabe (Organisation).

Solche Auswahlentscheidungen werden in Organisationen meist intuitiv getroffen, sollten aber durch validierte Testverfahren kritisch überprüft und ergänzt werden. Das gilt vor allem für die Persönlichkeitsmerkmale (Zuordnung von Aufgaben zu Personen).

Darauf folgt die zweite Maßnahme, die Kompetenzen zu stärken, die für eine optimale Erfüllung der jeweiligen beruflichen Aufgabe notwendig sind. Die Folge ist eine Leistungssteigerung und eine Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit (wobei man Zufriedenheit nicht mit Verwöhnung verwechseln sollte - siehe dazu den Beitrag zum Sinn und Unsinn von Lob und Anerkennung).

Sowohl die Auswahl (nach Charaktereigenschaften) als auch die Entwicklung von Kompetenzen sind typische Managementaufgaben (Organisation und Führung) und gehören in die Verantwortung der Geschäftsführung.

Die nachfolgende Abbildung soll diese Zusammenhänge (die Resilienzfaktoren) veranschaulichen (ausführlich dazu siehe das nächste Kapitel). 

  Resilienzfaktoren: Stand der Forschung zur Resilienz (Test)

Abbildung 3: Resilienzfaktoren: Stand der Forschung 

Anmerkung: Diese vier Persönlichkeitsmerkmale und vier Kompetenzen (Fähigkeiten) wurden in der Befragung der Fach- und Führungskräfte anhand einer konfirmatorischen Faktorenanalyse ermittelt (siehe Abschnitt Validität). Damit wurden acht Resilienzfaktoren empirisch nachgewiesen. Die Konsequenzen für das Management beschreibt das folgende Kapitel:  

Gütekriterien des Gießener Resilienz-Tests (Inventars)

Reliabilität (Zuverlässigkeit)

Zur Ermittlung der Gütekriterien wurde eine Stichprobe von 3.036 Teilnehmern (auswertbare Datensätze) herangezogen. Die interne Konsistenz der fünf Unterskalen der Resilienz variiert zwischen α = .82 (Ziele und Perspektiven) und α = .72 (Innere Stärke). Alle anderen Skalen liegen dazwischen. 

Die Gesamtskala (35 Items) weist einen Wert für Cronbachs α von .934 auf. Die Split-Half-Methode ergab einen Cronbachs α-Wert von 0.882 für die erste Hälfte der Items und 0,866 für die zweite Hälfte, sowie einen Spearman-Brown-Koeffizienten von .941. 

Die Trennschärfenanalyse ergab, dass 18 Items einen Wert von mehr als .5 aufweisen (bezogen auf ihre jeweilige Sub-Skala); die anderen 17 Items erreichten Werte zwischen 0.30 und 0.50.

Validität (Testgültigkeit)

Die Inhaltsvalidität wurde durch mehrere Vorstudien gewährleistet. Durchgeführte konfirmatorische und explorative Faktoranalysen zur Messung der Konstruktvalidität bestätigten einen guten Modell-Fit der Theorie. Die einzelnen Items wiesen durchschnittliche Faktorladungen von über .5 auf ihre jeweiligen Sub-Skalen auf. 


Zudem korrelierten die einzelnen Skalen stark miteinander (Korrelationskoeffizient nach Pearson ≥ 0.54), was darauf hindeutet, dass von allen das gleiche Konstrukt, eben die Resilienz, gemessen wird.      

Normen

Die Normierungsstichprobe umfasst bisher n = 3.036 Personen mit verschiedenen demographischen Merkmalen wie zum Beispiel disziplinarische Führungserfahrung, Ausbildung (kaufmännisch, naturwissenschaftlich, technisch etc.), Unternehmensgröße, Beschäftigungsverhältnis, Altersgruppen und Geschlecht.  

Kommentar zur Validität des Resilienz-Tests

Der Stichprobenumfang wird ständig erweitert; dennoch ist es sehr erfreulich, dass dieser Resilienz-Test bereits bei einer Stichprobe n = 3.036 die geforderten Gütekriterien erfüllt. 

Das führen wir auch darauf zurück, dass die meisten Items aus bereits validierten Tests mit Stichproben von über 40.000 Personen stammen. Dabei wurden meistens erfolgsrelevante Kriterien (Erfolgsindex) verwendet. Näheres dazu unter:

  • Pelz, W.: Transformationale Führung – Forschungsstand und Umsetzung in der Praxis. In: Au, Corinna von (Hrsg.): Leadership und angewandte Psychologie. Band 1: Wirksame und nachhaltige Führungsansätze. Berlin: Springer Verlag 2016 (PDF Download: Transformationale Führung)
  • Pelz, W.: Umsetzungskompetenz als Schlüsselkompetenz für Führungspersönlichkeiten. In: Au, Corinna von (Hrsg.): Leadership und angewandte Psychologie. Band 5: Führung im Zeitalter von Veränderung und Diversity. Berlin: Springer Verlag 2017 (PDF Download Umsetzungskompetenz)

Resümee: Das optimale Training zur Stärkung der Resilienz

Ein Training oder Coaching muss zu einer messbaren Stärkung der Resilienz führen. Eine solche Messung ist nur mit einer validen Diagnose und einer wirksamen Interventionen möglich. Das ist übliche Praxis in der Medizin und in der seriösen Psychotherapie (im Gegensatz zur so genannten Management-Esoterik). Aus diesem Grund wurde auf dieser Seite ein Test der Stress-Ursachen und ein Test der Resilienz entwickelt und vorgeschlagen. 

Jeder Mensch erlebt Stress anders. Was eine Person als unerträgliche Belastung empfinden, ist für einen anderen Menschen eine interessante Herausforderung. Ähnlich ist es im Falle der Resilienz; jeder Mensch hat ein anderes Profil an Stärken und Schwächen (der Resilienzfaktoren). Dabei muss man zwischen schwer oder gar nicht veränderbaren Charaktereigenschaften einerseits und eher leicht erlernbaren Kompetenzen unterscheiden. Nur so ist es möglich, wirksame Maßnahmen zu finden und anzuwenden. 

Beispiel: Ist die wichtigste Stress-Ursache eine Arbeitsüberlastung, wird eine Verbesserung der Selbstdisziplin und der Zielorientierung helfen. Besteht das Defizit an Resilienz bei der Praktischen Intelligenz oder bei der inneren Stärke, dann ist es eher sinnvoll, eine andere Aufgabe oder ein anderes Umfeld zu suchen. Wichtig ist, dass man die tatsächliche Ursache (mit einem Test) gefunden hat. Es wurde bereits erwähnt, dass es sehr oft vorkommt, dass Klienten sich über eine zu große Arbeitsbelastung beschweren, tatsächlich aber eine Soziale Überlastung vorliegt. 

Bei einem Coaching oder Training zur Stärkung der Resilienz kommt es darauf an, ein so genanntes Machting herzustellen, bei dem die "tatsächlichen" (diagnostizierten) Stress-Ursachen mit den "tatsächlichen" Resilienzfaktoren kombiniert werden, um daraus konkrete Maßnahmen (Interventionen) abzuleiten. Nach Abschluss des Trainings sollte man die Resilienz nochmals messen um festzustellen, ob die Maßnahmen die erhoffte Wirkung erzielt haben.

Die nachfolgende Grafik gibt einen Überblick über den Kern eines effektiven Resilienztrainings. Bei Fragen oder Bedarf an einem Training können Sie jederzeit Kontakt mit uns aufnehmen. Die Zusammensetzung unseres Teams finden Sie auf der Seite "Management-Coaching". 

Resilienztrainimg

Abbildung 4: Das optimale Resilienztraining (Prinzip)

Autor: Prof. Dr. Waldemar Pelz

Literatur

  • S. Achor: Resilience Is About How You Recharge, Not How You Endure. Harvard Business Review 2016
  • J. B. Arsendorpf & F. J. Neyer, Psychologie der Persönlichkeit. Springer 2017
  • C. Bailey: What Makes Work Meaningful – or Meaningless. MIT Sloan Management Reveiw 2016
  • A. Bandura: Guide for Constructing Self-Efficacy Scales. Self-Efficacy of Adolescents 2006
  • J. Browne: Character Strengths of individuals with episode pschosis in Individual Resiliency Training. Schizophrenia Research 2017
  • L. Campbell-Sills: Psychometric Analysis and Refinement of the Connor-Davidson Resilience Scale: Validation of a 10-Item Measure of Resilience. Journal of Traumatic Stress 2007
  • A. Chmitorz et al.: Intervention studies to foster resilience. Clinical Psychology Review 2017
  • K. Connor et al.: Development of a new Resilience Scale. Depression and Anxiety 2003
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  • R. Kalisch: Der resiliente Mensch. Wie wir Krisen erleben und bewältigen. München: Berlin-Verlag 2017
  • K. Lieb & S. Frauenknecht: Intensivkurs Psychiatrie und Psychotherapie 2019
  • J. W. Liu et al.: Comprehensive meta-analysis of resilience interventions. Clinical Review of Psychology 2020
  • W. Pelz: Kompetent führen. Gabler 2004
  • C. Reimer u. a.: Psychotherapie. Springer Verlag, Berlin u. a. 2007 
  • G. Roth: Persönlichkeit, Entscheidung und Verhalten. Klett-Kotta, 2019
  • P. Schulz u. a.: Trierer Inventar zum chronischen Stress. Göttingen: Hogrefe 2004  
  • M. Seligman: Building Resilience. Harvard Business Review 2011  
  • R. J. Thomas: Inside the Crucible: Learning and Leading with Resilience. Harvard Business Publishing 2008
  • E. Werner: A Report from the Kauai Longitudinal Study. Journal of the American Academy of Child Psychiatry 1979
  • E. Werner: The Children of Kauai: Resiliency and Recovery in Adolescence and Adulthood. Journal of Adolescent Health 1992
  • H-U. Wittchen und J. Hoyer (Hrsg.): Klinische Psychologie & Psychotherapie. Springer Verlag, Berlin u. a. 2011
  • B. S. Zimmernan: Importance of resilience research and multi-level interventions. Social Science and Medicine 2017