Mit Umsetzungskompetenz Ziele in messbare Ergebnisse umsetzen

Umsetzungskompetenz ist die Fähigkeit, Ziele, Entscheidungen und Chancen auch unter Widerständen in messbare Ergebnisse umzusetzen. In der Wissenschaft spricht man von Volition, im Management zeigt sie sich als Umsetzungsstärke. Gemeint sind fünf Teilkompetenzen, die darüber entscheiden, ob aus guten Absichten tatsächlich nützliche Resultate (Erfolgserlebnisse) entstehen.

Weniger Aufwand, mehr messbare Ergebnisse

Willenskraft, die Umsetzungskompetenz

Umsetzungskompetenz entscheidet darüber, ob aus Zielen, Chancen und guten Absichten tatsächlich messbare Ergebnisse werden. Im Management zeigt sich diese Fähigkeit als Umsetzungsstärke: Sie sorgt dafür, dass Menschen nicht nur planen, sondern auch unter Widerständen wirksam handeln.

Auf dieser Seite erfahren Sie, wie Sie Ihre Umsetzungskompetenz gezielt verbessern, welche fünf Teilkompetenzen dafür entscheidend sind und warum manche Menschen trotz hoher Anstrengung hinter ihren Möglichkeiten bleiben, während andere mit klarem Fokus deutlich mehr erreichen.

Wenn Sie wissen möchten, wo Ihre persönlichen Stärken und Schwächen liegen, können Sie Ihre Umsetzungskompetenz mit einem validierten Test überprüfen und gezielt weiterentwickeln.

Widerstände überwinden

Typische Hindernisse auf dem Weg zu unseren Zielen sind Unlustgefühle, Ziellosigkeit, Unentschlossenheit, Ängste, fehlende Energie, sinkendes Selbstvertrauen oder unklare Zukunftsperspektiven. Die Volition erklärt, wie aus Motivation tatsächlich wirksames Handeln und damit Erfolg entsteht.

Solche Widerstände führen dazu, dass Menschen Aufgaben aufschieben, Projekte nicht zu Ende führen oder Zusagen nicht einhalten. In der Fachsprache spricht man von Prokrastination oder mangelnder Selbststeuerung. Im Alltag kennt man dieses Phänomen als Aufschieberitis.

Umsetzungskompetenz im Management

Gerade im Management ist diese Fähigkeit entscheidend. Eine Studie der Universität St. Gallen und der London Business School von Bruch und Ghoshal zeigte, dass nur ein kleiner Teil der untersuchten Manager über eine ausgeprägte Umsetzungskompetenz verfügt. Viele sind entweder dauerhaft überaktiv, aber wenig wirksam, oder sie zaudern so lange, bis äußere Umstände sie zu passiven Reaktionen zwingen.

Genau hier zeigt sich der Unterschied zwischen bloßer Aktivität und echter Umsetzungsstärke: Nicht die Menge der Anstrengung zählt, sondern die Fähigkeit, Prioritäten zu setzen, Widerstände zu überwinden und Resultate zu erzielen.

Ergebnisse des Forschungsprojekts

Das Forschungsprojekt des Instituts für Management-Innovation hat gezeigt, dass Umsetzungskompetenz aus fünf Teilkompetenzen besteht. Zur Messung dieser Fähigkeiten wurde ein Test entwickelt und mit einer Stichprobe von 17.575 Teilnehmern validiert. Die Angaben zu den Gütekriterien und den wissenschaftlichen Publikationen finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Test der Umsetzungskompetenz

Ein validierter Test ist die Voraussetzung für seriöse und wirksame Empfehlungen zur Verbesserung der Umsetzungskompetenz. Das ist ähnlich wie in der Medizin: Wenn die Diagnose nicht stimmt, bleibt jede Therapie Stückwerk.

Entscheidend ist deshalb eine zuverlässige Einschätzung Ihrer persönlichen Stärken, Schwächen und Entwicklungsmöglichkeiten in den fünf Teilkompetenzen der Umsetzungskompetenz.

Zu diesem Zweck wurde das Gießener Inventar der Umsetzungskompetenz entwickelt. Auf dieser Seite stellen wir Ihnen eine Kurzform des Tests vor. Weitere Informationen finden Sie in den Publikationen des Instituts.

Umsetzungskompetenz: Forschungsergebnisse im Überblick

Empirische Studie und wissenschaftlicher Hintergrund

Den wissenschaftlichen Hintergrund mit weiterführenden Publikationen zur Umsetzungskompetenz finden Sie auf der Homepage unseres Instituts sowie auf den Seiten des Forschungsprojekts zur Volition.

Kerngedanke der Umsetzungskompetenz: Exzellente Fähigkeiten, profunde Fachkenntnisse und ehrgeizige Ziele nützen wenig, wenn sie im Alltag nicht in Resultate umgesetzt werden. Genau hier setzt das Konzept der Umsetzungskompetenz an. Es erklärt, wie Menschen ihre Ziele trotz Widerständen wirksam verwirklichen.

Unsere Studie zeigt, dass außergewöhnlich erfolgreiche Unternehmer und Manager nicht vor allem durch visionäre oder charismatische Eigenschaften auffallen, sondern durch ihre Fähigkeit, Motive und Ziele konsequent in Ergebnisse umzusetzen.

Der Ausgangspunkt dieses Forschungsprojekts waren 34 Interviews mit Geschäftsführern mittelständischer Weltmarktführer, den sogenannten Hidden Champions. Daraus entstand die zentrale Frage, welche Fähigkeiten hinter dieser besonderen Umsetzungsstärke stehen. Mehr dazu finden Sie im Beitrag Führen wie die Hidden Champions.

Die fünf Teilkompetenzen der Umsetzungskompetenz

Besonders erfolgreiche Menschen erzielen oft auch mit begrenzten Mitteln und unter schwierigen Bedingungen überzeugende Ergebnisse. Diese Umsetzungsstärke beruht auf fünf erlernbaren Kompetenzen, die in unserer empirischen Studie validiert wurden.

Herausragende Leistungen sind meist nicht das Ergebnis blinder Anstrengung, sondern die Folge einer intelligenten Entwicklung dieser Fähigkeiten. Im Test werden sie durch jeweils acht Verhaltensbeschreibungen messbar gemacht.

  • Fokussierung auf das Wesentliche statt Verzettelei
  • Mobilisierung mentaler Energie statt emotionalem Stress
  • Vorausschauend handeln statt Feuerwehreinsätze im Dauerzustand
  • Auf die eigenen Stärken vertrauen statt von Versagensangst blockiert zu werden
  • Selbstdisziplin aus tieferem Sinn statt unter innerem oder äußerem Zwang

Jede dieser Kompetenzen wurde durch acht Verhaltensbeschreibungen operationalisiert und damit messbar gemacht. Die durchschnittliche Korrelation mit dem Erfolgsindex der Persönlichkeitsmerkmale herausragender Unternehmer beträgt r = 0,78. Umsetzungskompetenz kann deshalb einen wichtigen Beitrag zur Überwindung von Prokrastination und zur Verbesserung der Selbststeuerung leisten.

Gütekriterien des Tests zur Messung der Umsetzungskompetenz (Volition)

Validität (Testgültigkeit)

Zur Validierung dieses Tests wurde eine Stichprobe von n = 17.545 verwendet. Die Inhaltsvalidität wurde durch mehrere Vorstudien gewährleistet. Dazu gehören 34 Tiefeninterviews mit Geschäftsführern mittelständischer Weltmarktführer (Hidden Champions) sowie eine Expertenbefragung mit 153 Entscheidern aus dem Management (Geschäftsführer, Personal- und Vertriebsleiter).

Als Außenkriterium zur Überprüfung der Validität wurde die Korrelation mit dem Erfolgsindex (Persönlichkeitsmerkmale überdurchschnittlich erfolgreicher Unternehmer nach Csíkszentmihályi) und mit der Einkommensentwicklung ermittelt. Diese erreichte einen Wert von .784 im Falle der Persönlichkeitsmerkmale und 0.441 im Falle der Einkommensentwicklung.

Zusätzliche konfirmatorische und explorative Faktoranalysen zur Messung der Konstruktvalidität bestätigten einen guten Modell-Fit der Theorie. Items wiesen eine Faktorladung von mindestens .88 auf ihre jeweiligen Sub-Skalen auf. Die Einzelheiten finden Sie in der Studie (siehe Abschnitt "Zur Vertiefung...).

Reliabilität (Zuverlässigkeit) des Gießener Inventars der Umsetzungskompetenz

Die interne Konsistenz der Unterskalen variiert zwischen α = .73 (Emotions- und Stimmungsmanagement) und α = .79 (Vorausschauende Planung und Problemlösung). Die Gesamtskala (25 Items) weist einen Wert für Cronbachs α von .93 auf.

Die Split-Half-Methode ergab einen Cronbachs α-Wert von 0.869 für die erste Hälfte der Items und 0,882 für die zweite Hälfte, sowie einen Spearman-Brown-Koeffizienten von .901.

Die Trennschärfenanalyse ergab, dass 18 Items einen Wert von mehr als .5 aufweisen (bezogen auf die jeweilige Sub-Skala); 7 Items erreichten Werte zwischen 0.44 und 0.49, also knapp unter dem Schwellenwert der besonders trennscharfen Items.

Normen

Die Normierungsstichprobe umfasst insgesamt n = 17.545 Personen mit verschiedenen demographischen Merkmalen wie zum Beispiel disziplinarische Führungserfahrung, Ausbildung (Naturwissenschaft, Technik etc.), Unternehmensgröße, Beschäftigungsverhältnis, Altersgruppen und Geschlecht. Dieser Stichprobenumfang erlaubt es, verschiedene zielgruppenspezifische Normwerte zu ermitteln.

Zur Vertiefung der Themen Umsetzungskompetenz und Volition

  • Pelz, W.: Umsetzungskompetenz als Schlüsselkompetenz für Führungspersönlichkeiten. In: Au, Corinna von (Hrsg.): Leadership und angewandte Psychologie. Band 5: Führung im Zeitalter von Veränderung und Diversity. Berlin: Springer Verlag 2017 (PDF Download Umsetzungskompetenz)
  • Pelz, W.: Volition: Von der Motivation zur Volition. Diskussionspapier der THM Business School. Gießen 2017 (Link zur Seite Volition: Definition, Bedeutung und Training)
  • Literaturverzeichnis am Ende dieser Seite sowie Vorträge, Presseberichte und Präsentationen zum Download auf der Seite "Publikationen" des Instituts für Management-Innovation.

Umsetzungskompetenz steigern: Training und Anwendung in der Praxis

Willpower und der Marshmallow-Test

Willenskraft (Willpower) - der Marshmallow TestRoy Baumeister und seine Kollegen vergleichen die Umsetzungskompetenz mit einem Muskel (willpower). Kerngedanke ist dabei die Impulskontrolle durch Willenskraft, wie sie Walter Mischel in seinem Stanford Marshmallow Experiment mit Kindern beschrieben hat.

Dieser Ansatz erwies sich bei unseren Interviews mit herausragenden Unternehmerpersönlichkeiten als nicht überzeugend. Aus diesem Grund haben wir die Umsetzungskompetenz als Fähigkeit konzipiert, die aus fünf Teilkompetenzen und 40 konkreten, beobachtbaren Verhaltensbeschreibungen besteht.

Ein weiterer Grund war das Ziel, dieses Konzept bei der Auswahl (zum Beispiel im Einstellungsgespräch) und Entwicklung von Führungskräften und Potenzialträgern (Personal- und Führungskräfteentwicklung) einzusetzen.

Valide "Diagnose" - Stärken-Schwächen-Profil

Ausgangspunkt ist die Einschätzung der fünf Umsetzungskompetenzen mit dem Gießener Inventar. Das ergibt ein Stärken-Schwächen-Profil für jeden Kandidaten. Je nach Zielgruppe (zum Beispiel unteres, mittleres oder oberes Management) muss man verschiedene Vergleichswerte (Normwerte) heranziehen.

Außerdem ist zu beachten, dass man von einer Stärke oder Schwäche nur dann sprechen kann, wenn diese Kompetenz für eine bestimmte Aufgabe oder ein Ziel relevant ist. Beispielsweise wird man einen Torwart nicht daran messen, wie viele Tore er geschossen hat.

Das gleiche gilt für die Anforderungen an einen Controller, Vertriebsleiter, Geschäftsführer oder Potenzialträger. Ohne diese Anforderungen (oder Vergleichswerte aus der Stichprobe) zu kennen, macht ein Training der Umsetzungskompetenz wenig Sinn.

Persönlicher Entwicklungsplan zur Steigerung der Willenskraft

Zur Einschätzung der Umsetzungskompetenzen (Stärken, Schwächen und Potenziale) – auch SWOT-Analyse genannt – kann man das Gießener Inventar in verschiedenen Erhebungstechniken einsetzen. Besonders belastbar sind die Ergebnisse aus einem 360-Grad-Feedback. Dabei wird neben dem Selbstbild auch das Fremdbild erhoben (durch die Befragung von Vorgesetzten, Kollegen, Mitarbeitern oder Kunden der Zielperson).

Man kann alle oder nur eine dieser Zielgruppen als Feedback-Geber heranziehen; dann ist es ein 180-Grad-Feedback.

Persönlicher Entwicklungsplan

Abbildung: Umsetzungskompetenz steigern mit dem Persönlichen Entwicklungsplan

Weitere Diagnose-Instrumente

Beispiele für weitere Erhebungstechniken sind das Assessment Center, das Behavioural Event Interview (Critical Incident Technique) oder das Management Audit. Bei einer großen Anzahl von Kandidaten oder zur Vorauswahl ist eine Online-Befragung zu empfehlen (siehe oben den Link zum Online-Test). Dabei ist es sinnvoll, gleichzeitig die Neigung zur sozialen Erwünschtheit der Antworten zu erheben.

Gleichgültig, welche Erhebungstechnik man wählt, steht am Ende der SWOT-Analyse ein Stärken-Schwächen-Profil der Zielperson. Dieses Profil ermöglicht den gezielten Ausbau von Stärken, die Überwindung (relevanter) Schwächen oder die Erkennung bislang unbekannter (unbewusster) oder ungenutzter Möglichkeiten.

Dazu steht das gesamte Spektrum der Trainings- und Entwicklungsmaßnahmen zur Verfügung – vom Coaching und Mentoring über das Training bis hin zu Seminaren, Fallstudien oder Job Assignments. Bei Beispiel für ein Programm (Coaching oder Training) ist der Flyer „Steigerung der Umsetzungskompetenz“.

Die Teilnehmer sollten in jedem Fall einen persönlichen Entwicklungsplan (im Coaching oder Seminar) erarbeiten und diesen mit ihrem disziplinarischen Vorgesetzten besprechen, um das Commitment und die Wirksamkeit in der Praxis sicherzustellen. Das ist nur möglich, wenn der Entwicklungsplan nicht abstrakt und spekulativ ist, sondern konkrete, ergebnisrelevante Verhaltensempfehlungen enthält, die nachweislich die Umsetzungskompetenzen steigern (das ist übrigens der eigentliche Sinn einer Validierung).  

Fazit: Warum erfolgreiche Menschen ihre Ziele immer erreichen!

Was sagt die Wissenschaft zur Willenskraft?

Es gibt sehr viele Ratgeber, wie man sich gesünder ernähren, sein Gewicht reduzieren, mehr Sport treiben, weniger Alkohol trinken oder das Rauchen einstellen kann. Die meisten Programme scheitern daran, dass sie es nicht schaffen, die (gute) Absichten und Ziele in Ergebnisse umzuwandeln.

Was kann man tun? Durchkämmt man die wissenschaftliche Fachliteratur zu diesem Thema, stößt man auf das Konzept der Volition. Es ist ein Fachbegriff für das, was wir im Alltag Willenskraft nennen. Auch der Volksmund sagt, dass man alles erreichen kann, wenn man es nur will; oder: „Der Wille versetzt Berge“.

Mythos Willenskraft ist in der Praxis Umsetzungsstärke

Nun ist Willenskraft ein schillernder Begriff, mit dem man nicht viel anfangen kann. Aus diesem Grund haben wir am Institut für Management-Innovation ein neues Konzept entwickelt und durch eine Stichprobe von rund 14.000 Teilnehmern auf Praxistauglichkeit erfolgreich getestet. Demnach besteht Willenskraft aus fünf relativ einfach zu lernenden Fähigkeiten. Wie wurden sie entdeckt? Ausgangspunkt waren persönliche Interviews mit 34 Geschäftsführern mittelständischer Weltmarktführer, also überdurchschnittlich erfolgreichen Unternehmern.

Gemeinsamkeiten erfolgreicher Unternehmer

Sie hatten nicht viel gemeinsam mit den „visionären Helden“, wie sie in Lehrbüchern oder in Medien oft dargestellt werden. Vielmehr haben sie gelernt, wie man mit relativ einfachen Mitteln in einem schwierigen Umfeld möglichst viel erreichen kann.

Das stand im völligen Gegensatz zu den vielen Managern mit exzellenter Ausbildung, die mehr als 60 Stunden in der Woche arbeiten, unter extremem Stress leiden und trotzdem nicht viel erreichen.

Was machen diese außerordentlich erfolgreichen Unternehmer anders oder besser, und was kann man von ihnen lernen? es sind folgende Praktiken:

Fünf Kernkompetenzen der Willenskraft

  • Sie lenken ihre Aufmerksamkeit und ihre Gedanken auf wenige, klar formulierte Ziele (im Gegensatz zu Menschen, die sich verzetteln weil sie zwar viele Ziele haben, tatsächlich aber nicht wissen, was sie wirklich wollen).
  • Sie haben gelernt, aus emotionalen Belastungen und Niederlagen Kraft zu schöpfen und sich selbst und andere Menschen in eine gute Stimmung zu versetzen. Sie sind also nicht „Opfer“, sondern Gestalter ihrer Gefühle.
  • Willensstarke Menschen stärken kontinuierlich ihr Selbstvertrauen durch vertrauensvolle persönliche Beziehungen, überzeugende Leistungen (für die gemeinsame Sache) und Überzeugungskraft.
  • Sie handeln nicht erst dann, wenn sie durch vermeintliche Sachzwänge dazu gezwungen werden. Sie denken weit voraus und lösen Probleme, noch bevor sie entstehen oder gravierend werden.
  • Sie wissen, warum sie arbeiten und schöpfen Kraft aus dem tieferen Sinn ihrer Aufgabe. In ihrer ethischen Überzeugung sind Geld, Macht und Ansehen nicht das Ziel, sondern Folge ihres Engagements; sie leben ihre Werte.
  • Häufige Fragen zur Umsetzungskompetenz

    Was ist Umsetzungskompetenz?

    Umsetzungskompetenz ist eine menschliche Stärke. Sie bezeichnet die Fähigkeit, Ziele, Entscheidungen und Chancen auch unter widrigen Umständen in messbare Ergebnisse (Erfolge) umzusetzen. In der Wissenschaft spricht man von Volition, im Management zeigt sie sich als Umsetzungsstärke.

    Was ist der Unterschied zwischen Umsetzungskompetenz und Motivation?

    Motivation erklärt, was Menschen antreibt. Umsetzungskompetenz erklärt, warum manche Menschen ihre Ziele auch dann verwirklichen, wenn Unlust, Zweifel, Ablenkungen oder Ängste im Weg stehen.

    Was bedeutet Umsetzungsstärke?

    Umsetzungsstärke ist der praxisnahe Begriff für sichtbare Umsetzungskompetenz im Alltag und im Management. Gemeint ist die Fähigkeit, Prioritäten klar zu halten, Widerstände zu überwinden und aus guten Absichten wirksame Resultate zu machen.

    Welche Rolle spielt Umsetzungskompetenz im Management?

    Im Management entscheidet Umsetzungskompetenz darüber, ob aus Strategien, Zielen und Entscheidungen tatsächlich Ergebnisse werden. Sie trennt bloße Aktivität von wirksamer Führung.

    Warum scheitern gute Ziele oft in der Umsetzung?

    Häufig fehlt nicht die Motivation, sondern die Fähigkeit zur Selbststeuerung. Typische Hindernisse sind Aufschieben, Unentschlossenheit, Ängste, fehlende Energie, sinkendes Selbstvertrauen oder mangelnde Fokussierung.

    Was ist der Zusammenhang zwischen Umsetzungskompetenz und Prokrastination?

    Mangelnde Umsetzungskompetenz zeigt sich oft in Prokrastination. Wer Entscheidungen, Aufgaben oder wichtige Projekte immer wieder aufschiebt, hat meist Schwierigkeiten, innere Widerstände wirksam zu überwinden.

    Kann man Umsetzungskompetenz lernen und verbessern?

    Ja. Umsetzungskompetenz ist keine starre Eigenschaft, sondern eine erlernbare Fähigkeit. Entscheidend ist, die persönlichen Stärken und Schwächen in den einzelnen Teilkompetenzen zu erkennen und gezielt daran zu arbeiten.

    Aus welchen Teilkompetenzen besteht Umsetzungskompetenz?

    Zur Umsetzungskompetenz gehören unter anderem Fokussierung, mentale Energie, vorausschauendes Handeln, Vertrauen in die eigenen Stärken und Selbstdisziplin aus einem tieferen Sinn heraus.

    Wie kann man Umsetzungskompetenz messen?

    Umsetzungskompetenz lässt sich mit einem validierten Test erfassen. Das ist sinnvoll, weil nur eine zuverlässige Diagnose zeigt, an welchen Hebeln man persönlich am wirksamsten ansetzen sollte.

    Was ist das Gießener Inventar der Umsetzungskompetenz?

    Das Gießener Inventar der Umsetzungskompetenz ist ein wissenschaftlich fundierter Test zur Messung der fünf Teilkompetenzen der Umsetzungskompetenz. Er hilft dabei, persönliche Stärken, Schwächen und Entwicklungschancen sichtbar zu machen.

    Für wen ist das Thema Umsetzungskompetenz besonders wichtig?

    Besonders wichtig ist Umsetzungskompetenz für Führungskräfte, Fachkräfte, Unternehmer und alle Menschen, die nicht nur Ziele formulieren, sondern sie auch unter realen Bedingungen wirksam verwirklichen wollen.

    Was bringt ein Test der Umsetzungskompetenz konkret?

    Ein Test zeigt, wo Ihre größten Stärken liegen und welche Schwächen Ihre Zielerreichung bremsen. Dadurch werden Maßnahmen zur Verbesserung deutlich präziser, wirksamer und praxisnäher.

Wie Sie Ihre Umsetzungsstärke ausbauen können

Analog der fünf Kernkompetenzen der Willenskraft ist unser Programm zur Stärkung der Willenskraft aufgebaut. Eine Variante ist ein zweitägiges Seminar und die andere Variante wird als Coaching durchgeführt. Siehe dazu die Hinweise auf:

Wir coachen rund 50 Führungskräfte jedes Jahr. Eine Übersicht ausgewählter Kunden und Partner finden Sie hier: Referenzen.


Verwandte Forschungsfelder

Die Forschung zur Umsetzungskompetenz steht in engem Zusammenhang mit weiteren Projekten zu Selbststeuerung, Motivation und Führung:

  • Motivation – warum Wollen allein oft nicht reicht und erst mit Umsetzungsstärke wirksam wird.
  • Willenskraft – psychologische Grundlagen der Volition und Selbststeuerung im beruflichen Alltag.
  • Resilienz – mentale Stabilität und Widerstandskraft unter Stress, Druck und Rückschlägen.
  • Volition & Motivation – der Zusammenhang von Zielsetzung, Selbststeuerung und erfolgreicher Umsetzung.
Prof. Dr. Waldemar Pelz – Experte für Volition, Willenskraft und Umsetzungskompetenz

Wissenschaftliche Leitung & Expertise

Prof. Dr. Waldemar Pelz entwickelt wissenschaftlich fundierte Modelle zu Volition, Willenskraft und Umsetzungskompetenz. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum Menschen gute Vorsätze, Strategien und Ziele oft nicht umsetzen – und welche Fähigkeiten dafür tatsächlich entscheidend sind.

Dieses Thema ist Teil des Forschungsprogramms von Prof. Dr. Pelz zu Führung, Persönlichkeit, Feedback und Selbststeuerung. Besonders eng verknüpft ist die Umsetzungskompetenz mit den Themen Motivation, Willenskraft und Resilienz, weil Leistung in der Praxis nicht am Wissen, sondern häufig an mangelnder Selbststeuerung scheitert.

Die hier bereitgestellten Inhalte basieren auf seiner langjährigen Erfahrung als Leiter der Führungskräfteentwicklung bei einem internationalen Chemie- und Pharmaunternehmen (Sanofi) sowie auf der empirischen Analyse von über 100.000 Profilen. Im Bereich der Volition entwickelte er auf Basis einer Studie mit mehr als 13.000 Teilnehmern das Gießener Inventar der Umsetzungskompetenz, ein in der Praxis vielfach eingesetztes Diagnoseinstrument.

  • Umsetzungskompetenz erklärt, warum Motivation ohne Handlungssteuerung oft wirkungslos bleibt.
  • Volition beschreibt die Fähigkeit, Ziele trotz Widerständen konsequent zu verfolgen.
  • Diese Verbindung ist entscheidend für Führungserfolg, Selbstführung und nachhaltige Leistung.

Literatur

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