Definition: Was ist Karriere?

Zur Geschichte des Begriffs "Karriere"

Das Wort Karriere stammt vom französischen carriere („Rennbahn“ oder „Laufbahn“) und bezeichnet zum einen die schnellste Gangart eines Pferdes und zum anderen eine bedeutende, erfolgreiche Laufbahn. Stammwort ist das lateinische carrus (Wagen).

Den Erfolg kann man an zwei Kriterien "messen"; das eine ist die Verwirklichung persönlicher Motive und Wertvorstellungen (persönliches Wachstum) und das andere ist der Beitrag zum (wirtschaftlichen) Erfolg der „eigenen“ Organisation. In vielen Fällen überschneiden und verstärken sich beide Kriterien und sorgen für überdurchschnittliche Leistungen (Ergebnisse). Ein drittes Kriterium können gesellschaftliche Ziele oder Wertvorstellungen sein. Daher spricht man auch von einer sportlichen, politischen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Karriere.

Definition Karriere allgemein 

Karriere ist die Umsetzung attraktiver, selbst gesteckter Wünsche und Ziele in messbare Resultate(Erfolge). Dazu sind eigene (und nicht fremdbestimmteMaßstäbe notwendig. Die Priorität kann auf dem Beruf oder dem Privatleben (persönliches Wachstum und Reife) liegen; im Idealfallergänzen sich beide Bereiche (zum Beispiel "Hobby als Beruf").

Beispiele für häufig genannte Werte und Ziele sind:

  • Das Gefühl haben, ein "wertvolles" Mitglied einer Gemeinschaft oder eines Teams zu sein (Gegenteil: abgelehnt und isoliert sein)
  • Stolz sein auf eigene Leistungen (Erfolgserlebnisse) und dafür auch Anerkennung bekommen (Gegenteil: das Gefühl, ein Versager zu sein)
  • Freiräume haben und das machen, was man gern machen will (Gegenteil: sich ohnmächtig oder fremdbestimmt fühlen)
  • Persönliche Werte und ethische Standards realisieren (zum Beispiel Respekt, Vertrauen, Kreativität, Integrität, Fürsorge, Gerechtigkeit).

Diese Werte kann man sowohl im Beruf als auch im Privatleben realisieren - und im Idealfall, wie bereits erwähnt, in beiden Bereichen. Die Floskel "Work-Life-Balance" halten wir für wenig hilfreich (Viktor Lau würde das als "angloamerikanischen Beraterklamauk" bezeichnen).

Definition Karriere im Beruf

In der beruflichen Praxis gibt es acht verschiedene Karrieremöglichkeiten (und nicht nur zwei oder drei - wie zum Beispiel die Fach- und Führungslaufbahn). Wer also nur auf die hierarchische Karriere setzt, wird meistens enttäuscht. Manche Menschen haben das Zeug für eine Führungslaufbahn, wissen es aber nicht, während andere unbedingt in die Führungslaufbahn wollen - ohne die Voraussetzungen dafür zu erfüllen. Beide Gruppen haben ein ernsthaftes Problem (ausführllich dazu die Seite Führungskompetenzen).

Welche der acht Karrieremöglichkeiten passt am besten zu Ihnen? (Link zum Karrieretest).

Karriere und Erfolg im Beruf und Privatleben

Antworten auf die häufigsten Fragen, die unsere MBA-Teilnehmer, Potenzialträger in Unternehmen und Hochschulabsolventen stellen:

Karriere: Gibt es "Erfolgsgeheimnisse"?

Große Anstrengung - wenig Erfolg (und umgekehrt)

Was unterscheidet erfolgreiche von erfolglosen Menschen? Was machen sie anders oder besser?

"Glück" im Leben: Was erfolgreiche Menschen anders machen

Die Lösung heißt Umsetzungskompetenz oder Willenskraft (Fachbegriff Volition). Wenn man die Motivation mit einem Motor vergleicht, dann ist die Volition der dazu nötige Treibstoff. Es ist das Mittel gegen die "Aufschieberitis" (Prokrastination). Weitere Informationen zu diesem Thema unter:

"Karriere machen" - wie funktioniert das?

Tipps dazu haben wir in unserem Buch "Kompetent führen" veröffentlicht. Eine aktualisierte Fassung des entsprechenden Kapitels finden Sie unter dem folgenden Link: "Karriere: So entwickeln Sie Ihre beruflichen Perspektiven" (pdf download)

Glück und Erfolg: Ist Karriere planbar?

Welche Rolle spielen Glück und Zufall?

Glück und Zufall müssen auf fruchtbaren Boden fallen; ansonsten verpasst man die besten Chancen oder erkennt sie, wenn es zu spät ist. Dabei hilft ein Persönlicher Entwicklungsplan. Der Volksmund spricht vom "Glück des Tüchtigen" - oder "Wer nicht sucht, der wird auch nichts finden".

George Bernard Shaw soll einmal gesagt haben: "Für Erfolg im Leben braucht man drei Dinge:

  • ein Drittel Sein (seine Stärken und Talente entwickeln),
  • ein Drittel Schein (man muss Andere auch davon überzeugen) und
  • ein Drittel Schwein (glücklicher Zufall)."

Chancen erkennen (eine Vision haben)

"Vision" ist einer der am häufigsten missverstandenen und missbrauchten Begriffe (obwohl dahinter "nur" der gesunde Menschenverstand steht). Beispiel: Warum "sehen" typische Unternehmer das sprichwörtliche Geld, das auf der Straße liegt?

Dieses Phänomen ist uns immer wieder bei Gesprächen mit den Geschäftsführern mittelständischer Weltmarktführer (Hidden Champions) begegnet. Die Antwort: Diese Menschen haben eine Vision. Was bedeutet das in der Praxis? Wenn zum Beispiel ein großer Rohdiamant auf einem Feldweg liegt, werden Sie ihn nicht "sehen", wenn Sie zuvor keine Vorstellung (Vision) davon entwickelt haben.

Machiavelli zum Thema Glück und Erfolg

Die folgenden Zitate sprechen für sich:

"Weil aber die Freiheit unseres Willens nicht aufgehört hat, so halte ich es für wahr, daß das Glück die Hälfte unserer Handlungen bestimmt, die andere Hälfte jedoch uns anheimfällt...

Ich vergleiche das Glück (oder Schicksal) mit einem reißenden Flusse, der, wenn er anschwillt, die Ebenen überflutet, Bäume und Häuser umreißt, hier Erdreich fortspült und es dort anschwemmt.

Trotzdem ist es den Menschen nicht verwehrt, in ruhigen Zeiten Vorkehrungen zu treffen... Ebenso geht es mit dem wechselhaften Glück. Es wendet sich mit Ungestüm dorthin, wo es keine Schutzwehren und Dämme findet, die ihm Widerstand bieten.

Ferner glaube ich, daß der Glück hat, dessen Handlungsweise dem Charakter der Zeit entspricht, während der Unglück hat, der mit seiner Zeit in Widerspruch steht."

Fazit aus Machiavellis Aussagen

Bauen Sie Dämme und Kanäle, treffen Sie Vorkehrungen, damit das Wasser, wenn es kommt, in die richtige Richtung fließt!

Wunschträume und Realität

Attraktive und zugleich realistische Chancen wird man nur erkennen, wenn man (neben der Vision) seine Stärken und Schwächen gut kennt und realistisch einschätzt. Manche Menschen nehmen sich zu viel vor - und werden zwangsläufig frustriert, während andere nur einen Bruchteil ihres Potenzials ausschöpfen.

Beginnen also Sie mit Ihrem persönlichen Stärken-Schwächen-Profil. Zu einzelnen Kompetenzen können Sie auch einen Online-Test machen. Siehe www.managementkompetenzen.de

Karriereplanung: Was tun?

Energie tanken

Bauen Sie systematisch Ihre Stärken und Talente aus, nachdem Sie diese realistisch eingeschätzt (diagnostiziert) haben (siehe Seite Managementkompetenzen). Erlernen und fördern Sie die Kompetenzen, die für die Umsetzung Ihrer Ziele besonders wichtig sind, und die zu Ihren Werten und Persönlichkeitsmerkmalen am besten passen (siehe Übersicht Stärken und Schwächen). Die Kombination aus Persönlichkeitsmerkmalen, Werten und Kompetenzen (Stärken) ergibt die notwendige Energie und Motivation (Synergie).

Richtig (effektiv und effizient) lernen

Besonders wichtig ist zu beachten, wie Lernen funktioniert. Nur etwa 10 Prozent dessen, was wir können stammt aus Büchern, Seminaren oder Zeitschriften. Rund 20 Prozent unserer Fähigkeiten erwerben wir dadurch, dass wir uns von anderen Menschen oder Vorbildern etwas „abschauen“. Auch die erfolgreichsten Menschen standen einmal genau dort, wo Sie jetzt sind. Und 70 Prozent des Lernens kommt durch das Praktizieren. Dazu gibt es keine Alternative, auch wenn viele Berater, Coaches oder andere Theoretiker das Gegenteil behaupten

Fazit: Selbst-Coaching

Am wirksamsten ist Selbst-Coaching. Wie Coaching grundsätzlich funktioniert, können Sie an unserem Coaching-Ansatz erkennen. Dazu können Sie dem folgenden Link folgen: Management-Coaching und den Beitrag zur Effektivität und Wirksamkeit von Coaching studieren.