Empathie: Menschen besser verstehen und Beziehungen stärken

Von Prof. Dr. Waldemar Pelz · Aktualisiert am

Empathie ist die Fähigkeit, sich in die Gedanken- und Gefühlswelt anderer Menschen hineinzuversetzen und Beziehungen in Gruppen zu verstehen – zum Beispiel, wie Teamgeist entsteht. (Pelz, 2026a)

Nach dem Stand der Forschung (Pelz, 2026b) hilft uns die emotionale Empathie, die Gefühle anderer nachzuempfinden. Sie ist ein Ausgangspunkt für vertrauensvolle Beziehungen. Mit der kognitiven Empathie können wir besser abschätzen, wie unsere Worte und Taten auf andere Menschen wirken und welche Gedanken, Gefühle und Reaktionen sie auslösen.

Sobald mehrere Menschen zusammenkommen, entstehen ungeschriebene Spielregeln und Normen, die das Verhalten der gesamten Gruppe prägen. Soziale Empathie hilft uns, diese Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen. Die nachfolgende Grafik zeigt typische Aussagen von Menschen mit diesen drei empathischen Stärken.

Emotionale, kognitive und soziale Empathie: typische Aussagen zum Mitfühlen, zum Verstehen anderer Menschen und zu Beziehungen in Gruppen.
Die drei Formen der Empathie. Die Definitionen wurden als Synthese aus 61 deutschsprachigen Testverfahren entwickelt (Pelz, 2026a).

Wie wertvoll Empathie für die Menschenkenntnis und den erfolgreichen Umgang mit anderen ist, verdeutlicht eine Aussage von John D. Rockefeller. Er sagte sinngemäß: „Für die Fähigkeit, mit Menschen umzugehen, zahle ich mehr als für jede andere Fähigkeit“ (Carnegie, 1936).

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Was bedeutet Empathie – und was heißt empathisch?

Empathie bedeutet Einfühlungsvermögen. Wer empathisch ist, nimmt wahr, was andere beschäftigt, und versucht, ihre Sichtweise zu verstehen. Dazu gehört auch die Frage: In welcher Situation befindet sich dieser Mensch?

Ein Beispiel: Ihr Partner kommt nach Hause und antwortet ungewöhnlich knapp. Statt sich sofort angegriffen zu fühlen, fragen Sie: „Beschäftigt dich noch etwas von heute?“ So überprüfen Sie Ihre Vermutung und geben ihm Gelegenheit, sein Verhalten zu erklären.

Empathie, Mitgefühl und Sympathie: der Unterschied

  • Empathie: Sie verstehen, warum ein Kollege enttäuscht ist, und können seine Enttäuschung möglicherweise auch mitfühlen.
  • Mitgefühl: Sie nehmen Anteil an seinem Leid und möchten ihn unterstützen.
  • Sympathie: Sie mögen ihn. Das sagt noch nichts darüber aus, wie gut Sie ihn verstehen.

Verstehen bedeutet nicht zustimmen. Sie können eine Enttäuschung nachvollziehen und eine Forderung trotzdem ablehnen. Ebenso können Sie Menschen verstehen, die Ihnen unsympathisch sind.

Welche drei Arten der Empathie gibt es?

Der Gießener Empathie-Test unterscheidet emotionale, kognitive und soziale Empathie. Diese Einteilung beruht auf einer Auswertung von 61 deutschsprachigen Testverfahren zu Empathie und verwandten Fähigkeiten. Sie beschreibt das hier verwendete Modell; andere Forschungsansätze setzen andere Schwerpunkte (Pelz, 2026a).

Emotionale Empathie: mitfühlen

Die Freude, Trauer oder Anspannung eines anderen Menschen löst bei Ihnen eine ähnliche Gefühlsreaktion aus. Erzählt eine Freundin begeistert von einer bestandenen Prüfung, freuen Sie sich mit. Dieses Mitfühlen kann Nähe schaffen. Es erklärt aber noch nicht, warum jemand so empfindet oder welche Unterstützung er braucht.

Emotionale Empathie: Gefühle wahrnehmen, Freude und Leid mitfühlen und Trost vermitteln; eigene Grenzen schützen vor Überlastung.
Emotionale Empathie: Gefühle anderer miterleben und Anteil nehmen. Eigene Grenzen bleiben wichtig (Pelz, 2026b).

Kognitive Empathie: den anderen verstehen

Sie können Gedanken, Gefühle und mögliche Reaktionen eines Menschen nachvollziehen, ohne selbst dasselbe zu empfinden. Beispiel: Ein Kunde reagiert auf einen Lieferverzug ungewöhnlich scharf. Im Gespräch erfahren Sie, dass er seinem eigenen Kunden einen festen Termin zugesagt hat. Jetzt verstehen Sie sein eigentliches Problem und können gezielter nach einer Lösung suchen.

Stimme, Mimik und Körpersprache liefern Hinweise. Was sie bedeuten, klären Sie durch Nachfragen. Eine einzelne Geste erlaubt noch keine sichere Aussage über die Gedanken eines Menschen.

Kognitive Empathie: Gedanken, Motive und Perspektiven verstehen, unausgesprochene Anliegen erkennen und Reaktionen einordnen.
Kognitive Empathie hilft, die Sichtweise anderer nachzuvollziehen und Missverständnisse zu klären (Pelz, 2026b).

Soziale Empathie: Beziehungen in Gruppen verstehen

In Familien, Teams und Organisationen beeinflussen Menschen einander. Soziale Empathie hilft zu erkennen, wie Teamgeist entsteht, wer die Meinung einer Gruppe prägt und welche unausgesprochenen Regeln gelten.

Beispiel: Mehrere Teammitglieder befürworten eine Veränderung im Einzelgespräch, schweigen aber in der gemeinsamen Sitzung. Eine einflussreiche Person hat sich dagegen ausgesprochen. Wer diesen Zusammenhang erkennt, versteht das Schweigen besser und kann die Bedenken im Team ansprechen.

Soziale Empathie: Stimmungen in Gruppen wahrnehmen, Rollen und Einfluss erkennen, unausgesprochene Regeln verstehen und Spannungen bemerken.
Soziale Empathie richtet den Blick auf die Beziehungen zwischen mehreren Menschen – etwa darauf, warum ein Team zusammenhält oder Konflikte entstehen (Pelz, 2026a).

Ein Beispiel für alle drei Formen

Eine Notärztin versorgt nach einem Unfall einen verängstigten Menschen. Sein Leid berührt sie (emotionale Empathie). Sie versucht zu verstehen, warum er Hilfe abwehrt (kognitive Empathie). Zugleich erkennt sie, ob Angehörige und Helfer einander beruhigen oder zusätzlich verunsichern (soziale Empathie). Das Beispiel veranschaulicht, weshalb je nach Situation unterschiedliche empathische Fähigkeiten gebraucht werden (Pelz, 2026b).

Woran erkennt man empathische Menschen?

Empathische Menschen hören aufmerksam zu, fragen nach und überprüfen ihre Vermutungen. Sie bemerken beispielsweise, wenn jemand während eines Gesprächs still wird, und erkundigen sich nach dem Grund. Entscheidend ist, ob sie den anderen zutreffend verstehen.

Sechs Merkmale: aufmerksam zuhören, passend nachfragen, Zwischentöne erkennen, Gefühle sachlich benennen, Verstehen und Zustimmen trennen, nicht vorschnell urteilen.
Diese Verhaltensweisen geben Hinweise auf Empathie. Ein verlässliches Bild entsteht erst über mehrere Situationen hinweg.

Wie zeigt sich mangelnde Empathie?

Das hängt davon ab, welche Fähigkeit wenig ausgeprägt ist: Manche Menschen verstehen eine Enttäuschung, fühlen aber kaum mit. Andere sind stark berührt und deuten dennoch die Gründe falsch. Wieder andere verstehen Einzelpersonen gut, übersehen aber Spannungen im Team.

Hilfreicher als „Du hast keine Empathie“ ist eine konkrete Rückmeldung: „Als ich meine Sorge angesprochen habe, hast du das Thema gewechselt. Hast du verstanden, was mich beschäftigt?“ Eine einzelne unpassende Reaktion sagt wenig über die gesamte Empathiefähigkeit eines Menschen aus.

Was zeigt die Forschung über Beziehungen und Erfolg?

Die Untersuchungen des Instituts für Management-Innovation unterscheiden zwischen Beziehungsqualität, Einkommensentwicklung und Umsetzungskompetenz. Diese Unterscheidung hilft, den praktischen Nutzen von Empathie genauer einzuschätzen.

Empathie und persönliche Beziehungen

Im Buch Empathie in der Führung zeigt eine Auswertung mit 1.971 Teilnehmern einen deutlichen Zusammenhang zwischen Empathie und der Qualität persönlicher Beziehungen. Erfasst wurden dabei Respekt, Vertrauen und offene Kommunikation. Der Korrelationswert beträgt r = 0,674. Mit der selbst eingeschätzten Einkommensentwicklung im Vergleich zu früheren Mitschülern oder Kommilitonen besteht dagegen praktisch kein Zusammenhang (r = 0,035; 1.014 Angaben; Pelz, 2026b).

Für den Alltag folgt daraus ein sinnvoller Ansatz: Zeigen Sie Interesse, halten Sie Zusagen ein und sprechen Sie Schwierigkeiten offen an. Wer Verständnis erlebt und sich auf Ihr Verhalten verlassen kann, hat einen konkreten Grund, Ihnen zu vertrauen.

Soziale Empathie und Umsetzungskompetenz

Eine weitere Untersuchung mit 20.032 Testteilnehmern betrachtet die Fähigkeit, Ziele trotz Schwierigkeiten zu verwirklichen. Mit dieser Umsetzungskompetenz hängt soziale Empathie stärker zusammen als die beiden anderen Formen:

Zusammenhang zwischen Empathie und Umsetzungskompetenz (Pelz, 2026d)
Empathieform Korrelation r
Emotionale Empathie 0,122
Kognitive Empathie 0,396
Soziale Empathie 0,487

Die Untersuchungen beruhen auf Selbstauskünften. Sie zeigen Zusammenhänge, beweisen aber keine Ursache und Wirkung. Insbesondere sind sie kein Nachweis dafür, dass Empathie allein das Einkommen oder den Unternehmensgewinn erhöht.

Die vollständige Studie erläutert die Methode und die Ergebnisse. Eine praxisnahe Einordnung bietet der Beitrag Soziale Empathie und ihre Bedeutung für Führung.

Empathie in der Praxis: Interviews zum Hören und Ansehen

Audio: Empathie in der Führung

Hören Sie einen Podcast-Auszug aus managerSeminare mit Aussagen von Prof. Dr. Waldemar Pelz: „Crashkurs in Empathie – Führen in der Krise“ (September 2020).

Video: Interview mit Prof. Dr. Waldemar Pelz

Im folgenden Interview spricht Prof. Dr. Waldemar Pelz über Empathie und Führung.

Interview mit Prof. Dr. Waldemar Pelz zum Thema Empathie und Führung (ca. 42 Minuten). Video direkt öffnen .

Kann Empathie auch Nachteile haben?

Aber Vorsicht: Empathie allein macht weder erfolgreich noch glücklich. Entscheidend ist, wie Sie diese Fähigkeit einsetzen. Aufrichtiges Interesse an anderen und verlässliches Handeln sind wichtige Voraussetzungen für gute Beziehungen (Pelz, 2026b).

  • Überlastung: Wer fremde Sorgen intensiv miterlebt, braucht eigene Grenzen.
  • Manipulation: Wer Ängste und Motive gut versteht, kann dieses Wissen auch ausnutzen.
  • Einseitigkeit: Wer nur mit einer Person mitfühlt, übersieht möglicherweise die Interessen anderer.

Entlastet eine Vorgesetzte beispielsweise immer denselben Mitarbeiter, müssen womöglich dessen Kollegen die zusätzliche Arbeit tragen. Soziale Empathie hilft, auch deren Sicht zu berücksichtigen.

Fazit für die Praxis

Empathie ist eine Schlüsselkompetenz, mit der Sie Vertrauen schaffen, überzeugend kommunizieren, Konflikte konstruktiv lösen und starke persönliche Beziehungen aufbauen können. (Pelz, 2026b)

Wie lässt sich Empathie testen?

Lernen Sie Ihre persönlichen Stärken und Schwächen im Vergleich mit mehreren Tausend anderen Testteilnehmern kennen. Der Gießener Empathie-Test zeigt, wie Sie Ihre emotionale, kognitive und soziale Empathie einschätzen. So erkennen Sie, wo Sie ansetzen können, um Ihre empathischen Fähigkeiten gezielt zu verbessern.

Die Teilnahme ist kostenlos, anonym und ohne Registrierung. Das Ergebnis beruht auf Ihrer Selbsteinschätzung. Ergänzen Sie es möglichst durch Rückmeldungen von Menschen, die Sie gut kennen.

Informationen zur wissenschaftlichen Grundlage finden Sie auf empathie-test.de, in der Dokumentation zur Entwicklung und Validierung (Pelz, 2026c) und im Buch Empathie in der Führung (Pelz, 2026b).

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Wie können Sie Ihre Empathie verbessern?

Empathische Fähigkeiten lassen sich trainieren. Voraussetzung ist die Bereitschaft, sich auf andere einzulassen und die eigene Sicht zu überprüfen. Wählen Sie zunächst eine konkrete Fähigkeit, die Sie verbessern möchten. Diese fünf Übungen helfen beim Einstieg (Pelz, 2026b):

1. Beobachten, bevor Sie urteilen

Trennen Sie nach einem schwierigen Gespräch Beobachtung und Vermutung: „Er hat knapp geantwortet“ ist eine Beobachtung. „Er hält nichts von meinem Vorschlag“ ist eine Vermutung. Welche andere Erklärung könnte es geben?

2. Nachfragen, ob Sie richtig verstanden haben

Fassen Sie das Anliegen mit eigenen Worten zusammen: „Wenn ich Sie richtig verstehe, befürchten Sie vor allem, dass …“ Lassen Sie den anderen korrigieren oder ergänzen.

3. Die Wirkung Ihres Verhaltens erfragen

Fragen Sie eine vertraute Person: „Hast du dich in unserem Gespräch verstanden gefühlt? Was habe ich übersehen?“ Bitten Sie um ein konkretes Beispiel, aus dem Sie etwas lernen können.

4. Beziehungen in der Gruppe beachten

Beobachten Sie in der nächsten Besprechung: Wer wird gehört, wer übergangen? Wann verändert sich die Stimmung? Vergleichen Sie Ihre Beobachtungen anschließend mit denen eines anderen Teilnehmers.

5. Aus Verständnis eine Handlung machen

Vereinbaren Sie nach einem Gespräch einen nächsten Schritt und halten Sie Ihre Zusage ein. Fragen Sie später, ob Ihre Unterstützung hilfreich war. So erlebt Ihr Gegenüber, dass Sie sein Anliegen ernst nehmen.

Weitere Übungen und Fallbeispiele für Beruf und Privatleben finden Sie im Buch Empathie in der Führung.

Häufige Fragen zur Empathie

Kann man empathisch sein, ohne stark mitzufühlen?

Ja. Kognitive Empathie ermöglicht es, Gedanken und Gefühle anderer zu verstehen, ohne sie selbst intensiv mitzuerleben. Wer wenig mitfühlt, kann deshalb trotzdem gut erkennen, was einen anderen Menschen beschäftigt.

Ist ein empathischer Mensch immer hilfsbereit?

Nein. Einen Menschen zu verstehen und ihm helfen zu wollen sind unterschiedliche Dinge. Ob jemand sein Einfühlungsvermögen zum Wohl anderer einsetzt, hängt auch von seinen Werten und Absichten ab.

Wie zeigt man Empathie in einem Konflikt?

Fragen Sie zunächst, was den anderen beschäftigt und was er erreichen möchte. Fassen Sie seine Sicht zusammen, bevor Sie Ihre eigene erklären. Sie dürfen Verständnis zeigen und dennoch bei Ihrer Position bleiben.

Was kann ich tun, wenn mich die Gefühle anderer überfordern?

Klären Sie, welche Unterstützung Sie tatsächlich leisten können, und setzen Sie Grenzen. Zum Beispiel: „Ich verstehe, dass du enttäuscht bist. Heute kann ich dir trotzdem nicht helfen.“ Mitgefühl verpflichtet Sie nicht dazu, jedes Problem selbst zu lösen.

Welche Empathieform ist für Führung besonders relevant?

Führung verlangt Verständnis für einzelne Menschen und für die Beziehungen im Team. In der Untersuchung mit 20.032 Teilnehmern hing soziale Empathie am stärksten mit Umsetzungskompetenz zusammen. Welche Fähigkeit im Einzelfall gebraucht wird, hängt von der Situation ab.

Buch, Studien und Quellen

Die Quellenangaben Pelz, 2026a–d beziehen sich auf unterschiedliche Veröffentlichungen des Autors. Sie dokumentieren die Begriffsbestimmung, die Untersuchungen und die Testentwicklung.

Theoretische Grundlagen

  • Goleman, D. (2013). Focus: The Hidden Driver of Excellence. HarperCollins. Kapitel 10 behandelt kognitive Empathie, emotionale Empathie und empathische Anteilnahme. Diese Einteilung ist nicht mit den drei Dimensionen des Gießener Modells gleichzusetzen.
  • Ekman, P. (2010). Gefühle lesen: Wie Sie Emotionen erkennen und richtig interpretieren. Spektrum Akademischer Verlag.
  • Gardner, H. (1983). Frames of Mind: The Theory of Multiple Intelligences. Basic Books. Eine theoretische Grundlage ist Gardners Konzept der interpersonalen Intelligenz.

Weiterführend: Emotionale Intelligenz und das Fallbeispiel zur sozialen Empathie in der VW-Krisenkommunikation.

Autor und Forschungsprojekt

Prof. Dr. Waldemar Pelz ist emeritierter Professor der Technischen Hochschule Mittelhessen und Geschäftsführer des Instituts für Management-Innovation. Er entwickelte den Gießener Empathie-Test und ist Autor der hier vorgestellten Untersuchungen sowie des Buches Empathie in der Führung.

Das Institut verbindet Forschung mit Anwendungen in Coaching und Führungskräfteentwicklung. Weitere Angaben finden Sie im ORCID-Profil und unter Referenzen und Kooperationspartner. Bei Fragen zur Anwendung erreichen Sie uns über die Kontaktseite.

Weitere Themen und Tests: Managementkompetenzen – Überblick und wissenschaftlich fundierte Tests.